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27.7.2013 Koffer packen doch meine Gedanken sind ganz woanders

So, heute Nacht geht es nach Gran Canaria, eigentlich hatte ich den Urlaub gebucht um etwas von dem Stress zu entspannen. Doch seit heute Nacht geht nichts mehr bei mir. Es war wie bei mir im Krankenhaus , plötzlich war alles klar, mein verwirrtes Hirn wusste genau was es will. Und jetzt, fahre ich ans Meer und bin doch ganz woanders. Mal sehen was der Tag noch so bringt .

27.07.2013 2 Uhr nachts.

BIn immer noch in Gedanken, bin gerade auf die Terasse gegangen, Der Sterne am Himmel leuchten, ich sehe das Sternbild des Löwen, wie auf der Marksburg. Ich sehe den steilen Weg von der Burg zum Hotel vor mir, der stehen unten auf dem Platz, der Absacker in dem Lokal.. Unseren Hans, der im Auto schläft… usw usw.. schön….

Und die Sterne und den Mond in dem Himmel…

 

26.07.2013 Der Tag fängt toll an

Ok, ich habe gerade meine Migränephase aber egal, es geht mir gut denn ich habe Tabletten. Ab ins Auto und auf den Weg nach Neuwied. Im Auto kommt Robie Williams aus dem Radio… Und da ist wieder einer der Momente an den ich mich gerne erinnere, ich war mit Iris auf dem Konzert von Robbie. Köln Jahnwiese… Das tut gut, ich habe ein Lächeln auf dem Gesicht, denke an diesen schönen Moment.. und direkt fallen mir noch weitere schöne Momente ein. Es war schon ein super Konzert, ein tolles Erlebnis.

Jetzt erst mal zum Optiker, die Tochter braucht eine Brille, das wird gerade mit erledigt, und dann ins Büro. Kurz eine SMS ob ich anrufen kann, und es kommt ein JA zurück. Also fühlt SIe sich gut.
Nach einer Verzögerung dann der erste Anruf. Mann tut das gut, ich bin auch viel entspannter. Sie ist ja eine tolle Kämpferin, Ihr ist die Lage ganz klar, und jetzt geht Sie die Sache mit Optimismus an. Genau so hätte ich das auch gemacht. Und ich darf mit Ihr reden, und es hat sich gut angefühlt. Hoffentlich auch für Sie. Aber ich denke ja. Sie ist natürlich durch die Behandlung müde, und das Gespräch war zu Ende. Aber ich hoffe ich habe Ihr einen positiven Moment geschenkt.
Mir ist im Krankenhaus damals vieles klar geworden. und das wird jetzt noch klarer.

Mal sehen ob ich mich morgen traue anzurufen.

25.07.2013 :-)…. Der erste Anruf, der erste Kontakt

9:30. das Telefon klingelt, ich schaue auf die Nummer und kann es nicht fassen.. Total nervös greife ich zum Iphone… Iris ist dran… Voller Freude endlich was von Ihr zu hören schießen mir die Tränen ins Gesicht. Ich stottere, bin nervös und eigentlich kann ich gar nicht mit der Situation umgehen. Total überfordert, was sagt man, was ist richtig oder falsch. Ralfi, Du bist doch sonst einigermaßen taff… und hier… nix geht mehr, ich versuche irgendwelche Sprüche zu machen, das ganze geht voll in die Hose…. Aber egal, Iris ist da und am Telefon. Und das tut gut. Und als Sie am Ende sagt, ruf einfach mal an, bin ich erleichtert.

Nach dem Telefonat denke ich noch lange nach, was und ob ich da einen Unsinn gesprochen hat, lege jedes Wort von mir auf die Goldwaage.. So ein Quatsch…. Es geht mir besser, ich freue mich. ich habe Kontakt und ich weiß jetzt mehr. Die Behandlung hat angefangen und ab jetzt geht es aufwärts.

24.07.2013 ….

Heute habe ich den ganzen Tag auf den Anruf gewartet, das erste Gespräch direkt mit Ihr, Endlich mal selbst hören von Ihr, wie es ihr geht.
Ich kenne Iris seit über 20 Jahren, und Sie hat sich immer gemeldet. Schon beginne ich mir Sorgen zu machen, Komplikationen? Ach Quatsch, Sie wird einfach zuviel Untersuchungen haben. Es wird schon. Vielleicht später..

Abends kommt wieder die Migräne bei mir, ich liege seit 8 Uhr abends auf der Couch und bin froh gleich ins Bett zu gehen.

23.07.2013 Neues von Iris

Noch habe ich keinen direkten Kontakt, aber Iris hat sich bei meinem Freund gemeldet und ich höre, Sie hat großes Glück gehabt, überhaupt rechtzeitig ins Krankenhaus nach Deutschland zu kommen. Sie ist in guten Händen, wird sich morgen selbst bei mir melden. Ich freue mich darauf,

20.07.2013… Mit einer SMS startet alles

Hallo zusammen,
Es ist Samstag abend, kurz vor 7 als die SMS einfach alles bei mir ändert. Eine sehr gute Freundin, seit über 20 Jahren meldet sich bei mir und teilt mir mit, das Sie gerade auf der Intensivstation im Krankhaus liegt und Sie eine akute Leukemie hat…. Ab dem Moment hat sich alles geändert, meine Gedanken sind plötzlich nur noch bei Ihr,
Schnell das Internet auf, nach der Krankheit gegoogled, und nur Fragen über Fragen. Warum Intensivstation, was will mir das sagen… Ich bin ab sofort sprachlos und nur noch in Gedanken bei Ihr, Jede Kommunikation zuhause ist eingebrochen, ein Thema berührt mich.

Die nächsten Stunden bis zur nächsten Information verbringe ich mit grübeln und grübeln. Irgendwann 5 Tage später steht fest, ich habe keinen um über das Thema zu sprechen, ich schreibe meinen Blog. Ich möchte hier einfach alles was mir gerade an Gedanken kommt niederschreiben. 20 Jahre sind wir gemeinsam, fast täglich am Arbeitsplatz gewesen. 20 Jahre so vieles gemeinsam erlebt. Und das alles möchte ich einfach mal niederschreiben. Ich kann sagen, ich habe die schönste Zeit meines Lebens mit Ihr verbracht und auch viele der schönsten Erlebnisse gehabt. Und jeden Moment meines Lebens, wenn ich an diese Situationen denke, stimmt mich froh und zuversichtlich.